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14.01.2022
Sachverständigen- und Gutachtenpraxis

05.07.2021

Statistisches Bundesamt: Mehrheit der Bauherren baut mineralisch

Deutschland baute auch 2020 auf Mauersteine

Laut aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes war Mauerwerk auch 2020 die favorisierte Bauweise im Wohnungsbau. Egal ob Einfamilienhäuser (72,4 %), Doppelhäuser (74,4 %), Mehrfamilienhäuser (68,9 %) oder Studentenwohnheime (54,3 %) – die große Mehrheit der privaten und öffentlichen Bauherren setzt beim Neubau auf Kalksandstein, Leichtbeton, Porenbeton und Ziegel. Betrachtet man die Entwicklung auf Basis von 1.000 m³ umbautem Raum, ist der Anteil der überwiegend mit Mauersteinen errichteten Wohnbauten seit 2012 um insgesamt 38,5 % gestiegen. Konnte der Einfamilienhausbereich in den letzten neun Jahren einen Zuwachs von 7,2 % verzeichnen, legten Doppelhäuser um 30,3 % zu. Besonders hoch fielen die Steigerungsraten bei Studentenwohnheimen (+97,5 %) und im Mehrfamilienhausbereich (+114 %) aus.

„Dass wir unsere führende Marktposition verteidigen konnten, liegt vor allem daran, dass Mauerwerk die einzige Bauweise ist, die sowohl bei der Klimaverträglichkeit als auch bei der Wirtschaftlichkeit überzeugt“, so Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM).

Mauerwerk verbindet Ökologie und Ökonomie

So haben Mauerwerksbauten, über einen realen Lebenszyklus von 80 Jahren gesehen, den kleinsten ökologischen Fußabdruck. Laut einer Studie der LCEE verursacht ein typisches Mehrfamilienhaus über den gesamten Lebenszyklus (Herstellung, Nutzung, Instandhaltung, Rückbau) rund 4 % weniger CO2-Äquivalente als ein vergleichbares Gebäude in Holzleichtbauweise. Die ökobilanziellen Vorteile resultierten aus der Langlebigkeit und Wartungsfreiheit von Mauerwerkskonstruktionen, der mit mehr als 90 % überdurchschnittlich hohen Recyclingquote sowie der Wärmespeicherfähigkeit des Materials, die bis zu einem 12 % geringeren Energiebedarf während der Nutzungsphase führt.

Mit Mauerwerk unter 2.000 €/m2 bauen

Die Bezahlbarkeit von Wohnraum beginnt immer mit der Wirtschaftlichkeit der Bauweise. Hier eröffnet das Bauen mit Mauerwerk erhebliche Einsparpotenziale. Eine aktuelle Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. (ARGE) kommt zum Ergebnis, dass der typisierte Mauerwerksbau mit 1.950 €/ m2 Wohnfläche die kostengünstigste Bauweise ist. Zu noch besseren Ergebnissen kam eine Auswertung von 25 nach dem „Kieler Modell“ gebauten Typenhaus-Projekten in Schleswig-Holstein. Hier lagen die Bauwerkskosten im Median bei 1.800 €/m2 Wohnfläche – und gehören damit aktuell zu den kostengünstigsten Geschosswohnungsbauten auf dem deutschen Wohnungsmarkt.

„Vor der nächsten Bundesregierung liegen große Herausforderungen. Sie muss die Weichen zur Erreichung der Klimaziele stellen und für bezahlbaren Wohnraum in großem Umfang sorgen. Wir als Mauerwerksindustrie werden die Politik bei der Schaffung von nachhaltigem und sozialverträglichem Wohnraum weiter aktiv unterstützen. Der Mauerwerksbau ist die Bauweise, die heute schon klimafreundlich, bezahlbar und auf Basis einheimischer Ressourcen nach wie vor lieferfähig ist. Die Wege hin zu CO2-freien Mauerwerksprodukten sind wissenschaftlich untersetzt und werden in den nächsten Jahren durch Investitionen in Infrastruktur, Anlagentechnik und Produktinnovationen begangen. Deshalb wird Deutschland auch in einer klimaneutralen Zukunft weiter mit Mauersteinen bauen“, macht Rast deutlich.


Bert Große
PR-Agentur Große GmbH
i.A. Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

[05.07.2021]