KAMMER AKTUELL

19.11.2019
BauScan 2019
12.11.2019
Kammermitglieder wurden mit dem Unternehmerpreis der Ottostadt Magdeburg geehrt
21.10.2019
Der Titel „Oberingenieur“ wurde an Kammermitglied Horst-Dieter Foerster verliehen
20.10.2019
Magdeburgs Großbaustelle im Fokus
18.10.2019
Erstes Onlineseminar der Ingenieurakademie zum Thema "HOAI"
10.10.2019
Crowdfunding für Magdeburger Hightech-Observatorium
25.09.2019
EuGH-Urteil zur HOAI - Appell von BIngK und VBI gegen ruinösen Preiswettbewerb
23.09.2019
Regionalgespräche 2019 gestartet
20.09.2019
34. BWK-Bundeskongress „Unsere Flüsse – Gefährdetes Schutzgut?“
16.09.2019
Jetzt anmelden für den zweiten Young Professional Day
06.09.2019
Mitglieder erhielten Ehrenurkunden für 10 und 25 Jahre Kammermitgliedschaft
05.09.2019
Zweiter BIM-Basiskurs (buildingSMART-/VDI-Basiskenntnisse) startet in Magdeburg
28.08.2019
23. Treffen der Wirtschaft
22.08.2019
Jetzt anmelden - Schülerwettbewerb Junior.ING 2019/20
14.08.2019
Erlass des BMI zur Anwendung der HOAI nach dem EuGH-Urteil
13.08.2019
Digitale Baugenehmigungsverfahren sind zukünftig in Sachsen-Anhalt das Aushängeschild einer modernen, dienstleistungsorientierten und für jedermann zugänglichen Verwaltung
04.07.2019
EuGH kippt Preisrahmen der HOAI
03.07.2019
Ingenieure feiern Mitteldeutschen Ingenieurtag in Dessau-Roßlau
02.07.2019
Ehrennadel für Dipl.-Ing. Jürgen Bendler
02.07.2019
Jetzt anmelden - Unternehmertag für Fachkräftegewinnung
01.07.2019
Delegationsreise nach Dänemark und Schweden
17.06.2019
Sachsen-Anhalt mit Platz vier beim bundesweitem Schülerwettbewerb ausgezeichnet
01.06.2019
Mitteldeutscher Ingenieurtag 2019 am 28. Juni in Dessau-Roßlau
11.05.2019
Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt kürt Landessieger des bundesweiten Schülerwettbewerbs „Junior.ING“
26.04.2019
ZEISS-PLANETARIUM in Jena erhält Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“
22.03.2019
Deutscher Brückenbaupreis 2020 ausgelobt
04.03.2019
Kammern im Schulterschluss: Ingenieurkammer und Architektenkammer Sachsen-Anhalt agieren gemeinsam
08.02.2019
Erster BIM-Basiskurs (buildingSMART-/VDI-Basiskenntnisse) startet in Magdeburg – erlangen Sie einen anerkannten Kompetenznachweis im Building Information Modeling (BIM)
07.02.2019
Jetzt Fachingenieur Energie werden! Weiterbildung geht in die nächste Runde - nur noch wenige Plätze frei!
06.02.2019
In eigener Sache: Mitarbeiter/in Öffentlichkeitsarbeit gesucht

26.04.2019

ZEISS-PLANETARIUM in Jena erhält Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“

ZEISS-PLANETARIUM in Jena | Foto: Don Eck
ZEISS-PLANETARIUM in Jena | Foto: Don Eck
Himmlische Konstruktion!
ZEISS-PLANETARIUM in Jena erhält Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“

Es wurde am 18. Juli 1926 eröffnet und ist das betriebsälteste Planetarium weltweit. Mit der Titelverleihung „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ehren Bundesingenieurkammer und Ingenieurkammer Thüringen gemeinsam am 25. April 2019 das ZEISS-PLANETARIUM in Jena als historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk.

Sowohl die revolutionäre Projektionstechnologie als auch die damit zusammenhängende Stahlbeton-Schalenbauweise „System ZEISS-DYWIDAG“ sind mit dem Namen des Ingenieurs Walther Bauersfeld (1879-1959) verbunden. Die Herausforderung bei der Planung des Planetariums bestand darin, Projektionsapparat und Kuppel ideal aufeinander abzustimmen. Bauersfeld hatte daher im Auftrag des Deutschen Museums nicht nur eine neuartige Maschine zur Projektion des Sternenhimmels entwickelt, sondern auch ein räumliches Stabnetzwerk als Projektionsfläche. In Zusammenarbeit mit dem Dywidag-Oberingenieur August Mergler entstand schließlich eine Kuppel mit einem Durchmesser von 25 m und einer Oberfläche von 981 m2. Das Eisenfachwerk wurde mit einer 6 cm starken Betonschicht ausgefüllt und umkleidet. Der moderne Schalenbau war damit erfunden und stellte eine bahnbrechende Entwicklung in der Geschichte des Stahlbetonbaus im 20. Jahrhundert dar.
Der Publikumserfolg des ZEISS-PLANETARIUMS war groß. Innerhalb von zehn Jahren wurden weltweit zahlreiche ähnliche Bauten errichtet, beispielsweise die Planetarien in Berlin (1926), Mailand (1930) oder New York (1934).

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, betonte in seinem Grußwort: "Die Initiative der Ingenieurkammern, eine besondere Auszeichnung zu verleihen für „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“, stärkt nicht nur das öffentliche Bewusstsein für die Ingenieurbaukunst. Sie leistet damit zugleich einen wichtigen Beitrag, gerade auch junge Menschen für entsprechende berufliche Laufbahnen zu begeistern. Auch deshalb gilt den Kammern mein Dank für dieses Engagement."

Der Präsident der Ingenieurkammer Thüringen, Dipl.-Ing. Elmar Dräger, erläuterte den Grundgedanken der Titelverleihung: „Das historische Solitär ZEISS-PLANETARIUM ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass anwendungsbereites und belastbares Ingenieur-Knowhow die Grundlage für die Realisierung komplexer und funktional anspruchsvoller Bauvorhaben ist. Ich würde mich freuen, wenn mit der Würdigung derartiger Bauwerke dazu beigetragen werden kann, die Bedeutung des Ingenieurberufs in der Gesellschaft wahrnehmbarer zu positionieren. Mit dem Schlagen von Brücken aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft wird deutlich, welchen Einfluss Ingenieurinnen und Ingenieure auf die Ausgestaltung unserer Welt haben.“

Auch Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, unterstrich in seiner Rede die Einzigartigkeit des ZEISS-PLANETARIUMS und sagte: „Die Bauwerke vergangener Zeiten verhelfen uns zu interessanten Erkenntnissen über die damalige Ingenieurbaukunst. Durch ihre Einzigartigkeit ermöglichen sie uns aber auch, bei der jüngeren Generation für den verantwortungsvollen und vielseitigen Beruf der Bauingenieurinnen und Bauingenieure zu werben. In Zeiten von großem Fachkräftemangel ist uns das ein besonderes Anliegen.“

Alle technischen und historischen Hintergründe zum ZEISS-PLANETARIUM in Jena sind in der Publikation von Dr. Bertram Kurze zusammengefasst, die in der Schriftenreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ Mitte Mai erscheint. Seit 2007 erhielten 24 Bauwerke eine solche Auszeichnung. Die eigens hierzu herausgebrachte Schriftenreihe porträtiert alle ausgezeichneten Bauwerke. Weitere Informationen zu den Wahrzeichen sowie den jeweiligen Publikationen finden Sie unter:
wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de/

Die Auszeichnungsreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ wird unterstützt vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“.