KAMMER AKTUELL

20.02.2020
Werden Sie BIM-Experte!
17.02.2020
Fördern Sie den Ingenieurnachwuchs mit dem Deutschlandstipendium - wir unterstützen Sie dabei!
10.02.2020
Dual-Studenten besuchen Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt
29.01.2020
Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Digitalisierung in Ingenieurbüros von Kammermitgliedern
20.01.2020
VIDEO: Neujahrsgrüße des Präsidenten der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt Dipl.-Ing. Jörg Herrmann
13.01.2020
Unterstützen Sie den Ingenieurnachwuchs von morgen beim Wettbewerb "Junior.Ing"!
22.12.2019
Digitalisierung wird zunehmend Wirtschaftsmotor in der Region Harz
22.12.2019
Auf dem Weg für eine dienstleistungsorientierte und für jedermann zugängliche Verwaltung - Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren in Sachsen-Anhalt
05.12.2019
Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt auf der BIM World 2019
28.11.2019
Gemeinsam für den Ingenieurnachwuchs
23.11.2019
Kammermitglieder besuchen VW-Werk in Wolfsburg
19.11.2019
BauScan 2019
12.11.2019
Kammermitglieder wurden mit dem Unternehmerpreis der Ottostadt Magdeburg geehrt
21.10.2019
Der Titel „Oberingenieur“ wurde an Kammermitglied Horst-Dieter Foerster verliehen
20.10.2019
Magdeburgs Großbaustelle im Fokus
18.10.2019
Erstes Onlineseminar der Ingenieurakademie zum Thema "HOAI"
10.10.2019
Crowdfunding für Magdeburger Hightech-Observatorium
25.09.2019
EuGH-Urteil zur HOAI - Appell von BIngK und VBI gegen ruinösen Preiswettbewerb
23.09.2019
Regionalgespräche 2019 gestartet
20.09.2019
34. BWK-Bundeskongress „Unsere Flüsse – Gefährdetes Schutzgut?“
16.09.2019
Jetzt anmelden für den zweiten Young Professional Day
06.09.2019
Mitglieder erhielten Ehrenurkunden für 10 und 25 Jahre Kammermitgliedschaft
05.09.2019
Zweiter BIM-Basiskurs (buildingSMART-/VDI-Basiskenntnisse) startet in Magdeburg
28.08.2019
23. Treffen der Wirtschaft
22.08.2019
Jetzt anmelden - Schülerwettbewerb Junior.ING 2019/20
14.08.2019
Erlass des BMI zur Anwendung der HOAI nach dem EuGH-Urteil
13.08.2019
Digitale Baugenehmigungsverfahren sind zukünftig in Sachsen-Anhalt das Aushängeschild einer modernen, dienstleistungsorientierten und für jedermann zugänglichen Verwaltung
04.07.2019
EuGH kippt Preisrahmen der HOAI
03.07.2019
Ingenieure feiern Mitteldeutschen Ingenieurtag in Dessau-Roßlau
02.07.2019
Ehrennadel für Dipl.-Ing. Jürgen Bendler

22.12.2019

Auf dem Weg für eine dienstleistungsorientierte und für jedermann zugängliche Verwaltung - Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren in Sachsen-Anhalt


Bis zum Jahr 2022 sollen Bund, Länder und Kommunen alle Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungsportale auch digital anbieten und diese Portale zu einem Verbund verknüpfen. Rechtliche Grundlage hierfür ist das im August 2017 in Kraft getretene „Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen“ (OZG). Der Bund befördert gemeinsam mit den Ländern Mecklenburg-Vorpommern (federführend), Bayern und Baden-Württemberg, interessierten Kommunen und der Leitstelle XPlanung/XBau in Hamburg in diesem Zusammenhang den durchgängig digitalen Bauantrag sowie die vollständige Digitalisierung der Bauleitplanung.

Für den Bauherrn bedeutet ein durchgängig digitaler Bauantrag Zeit- und Kostenersparnisse. Für die bearbeitende Behörde ergibt sich perspektivisch eine höhere Effizienz im Personaleinsatz bis hin zum Auffangen von Belastungsspitzen, da weitere bei der Genehmigung zu beteiligende Behörden digital und auch für den Antragssteller transparent in das Genehmigungsverfahren eingebunden werden können. Derzeit wird ein „Digitales Muster-Baugenehmigungsverfahren“ erarbeitet, der künftig für die flächendeckende Prozessdigitalisierung dienen soll. Die Zuständigkeit bei der Durchführung von bauaufsichtlichen Verfahren wie Baugenehmigungsverfahren liegt bei den Ländern.

Im Juli 2019 haben in Sachsen-Anhalt der Landkreistag sowie Städte- und Gemeindebund gemeinsam mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr auf Initiative des BIM-Clusters die Informationsveranstaltung „Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren in Sachsen-Anhalt“ durchgeführt. Statements aus Sicht der Bauvorlageberechtigten durch Vertreter der Ingenieur- und Architektenkammer wurden vorgetragen.

Die weitere Einbeziehung in den Umsetzungsprozess „Digitaler Bauantrag“ im Land sicherten Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, und die Oberste Bauaufsicht dem Sprecher des BIM-Clusters Sachsen-Anhalt, Dr. Rainer Berger, und Stefanie Samtleben vom Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 Planen und Bauen – TZ Ost im Arbeitsgespräch am 13. September 2019 zu.

Der Entwurf der Modellierungsrichtlinie für den BIM-basierten Bauantrag der planen-bauen 4.0 als „Konzept für die nahtlose Integration von Building Information Modeling (BIM) in das behördliche Bauantragsverfahren“ liegt vor.

Ein Bauantrag muss in der Regel von einer nach LBO bauvorlageberechtigten Person eingereicht werden. Die Ingenieur- und die Architektenkammern der Länder führen dafür die entsprechenden Nachweislisten. Aktuell erfolgt die Überprüfung, ob der Antragsteller bauvorlageberechtigt ist oder nicht, durch einen Abgleich über die online verfügbaren Listen bei den zuständigen Kammern oder in Form einer mündlichen oder schriftlichen Anfrage seitens der Genehmigungsbehörde. In gleicher Weise gilt dies auch für die weitere Führung der objektbezogenen digitalen Bauakte, wenn im weiteren Bauprozess zusätzliche bauordnungsrechtlich geforderte Unterlagen oder Nachweise erforderlich werden, deren qualifizierte Erstellung durch weitere Nachweisberechtigte, Prüfsachverständige oder staatlich anerkannte Sachverständige ebenfalls gesetzlich normiert ist.

In einem digitalen Bauantragsverfahren wird zur Vermeidung von Medienbrüchen gegenwärtig im BIM-Cluster Sachsen-Anhalt überlegt, wie die in den Kammern geführten Informationen nach dem OZG sinnvoll, praktikabel und – vor allem – automatisiert in den Gesamtprozess eingebunden werden können.

Eine stärkere und möglichst durch digitale Prozesse unterstützte, intensivere Überprüfung der Bauvorlageberechtigten, weiterer Nachweisberechtigte, Prüfsachverständige oder staatlich anerkannte Sachverständige ist wünschenswert. Sie dient dem Verbraucherschutz und damit auch den hoheitlichen Aufgaben der Kammern. Der Bauvorlageberechtigte haftet für seine Bauvorlagen, die verbraucherschützenden Berufspflichten (Fort- und Weiterbildung, Berufshaftpflicht-Versicherung) sind von ihm zu befolgen.

Mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit und Beiträgen auf Fachtagungen unterstützt das BIM-Cluster Sachsen-Anhalt die Diskussion um die Fortschreibung der Digitalen Agenda des Landes um die Digitalisierung der klein- und mittelständischen Bauwirtschaft mit der Maßnahme „Building Information Modeling“. Ministerialdirigent Prof. Dr. Klaus Kummer FRICS, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Leiter der Abteilungen Verkehr und Straßenbau sowie Geoinformation und Demografie, unterstützte in seinem Diskussionsbeitrag zur 8. Digitalisierungskonferenz im November 2019 dieses Anliegen.

Dr. Rainer Berger

PDF-DateiStatement Architektenkammer Sachsen-Anhalt

PDF-DateiStatement Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt