05.01.2026
Neue EU-Schwellenwerte seit 1. Januar 2026
Die aktuellen Schwellenwerte im Überblick
Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue EU-Schwellenwerte für öffentliche Aufträge. Sie bestimmen, ob ein Auftrag EU-weit ausgeschrieben werden muss. Die Schwellenwerte werden alle zwei Jahre von der Europäischen Union angepasst.
Die seit dem 1. Januar 2026 geltenden Schwellenwerte wurden am 23. Oktober 2025 im Amtsblatt der EU (OJ L – 2025/7079) veröffentlicht. Mit den Verordnungen (EU) 2025/2150 – 2152 vom 22. Oktober 2025 gelten fortan die folgenden Schwellenwerte (Angaben ohne Gewähr):
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Anwendungsbereich |
bis 31.12.2025 |
ab 01.01.2026 |
|---|---|---|
| Klassische Richtlinie (2014/24/EU) | ||
| Bauleistungen | 5.538.000 EUR | 5.404.000 EUR |
| Liefer-/Dienstleistungen | ||
| – zentrale Regierungsbehörden | 143.000 EUR | 140.000 EUR |
| – übrige öffentliche Auftraggeber | 221.000 EUR | 216.000 EUR |
| Konzessionen (2014/23/EU) | ||
| Konzessionen | 5.538.000 EUR | 5.404.000 EUR |
| Sektorenrichtlinie (2014/25/EU) | ||
| Bauleistungen | 5.538.000 EUR | 5.404.000 EUR |
| Liefer-/Dienstleistungen | 443.000 EUR | 432.000 EUR |
Die jeweilige Verordnung finden Sie unter den nachstehenden Verlinkungen:
Konzessionen (2014/23/EU): Verordnung (EU) 2025/2151
Klassische Richtlinie (2014/24/EU): Verordnung (EU) 2025/2152
Sektorenrichtlinie (2014/25/EU): Verordnung (EU) 2025/2150
Die Schwellenwerte gelten ohne nationale Umsatzsteuer.
Eine Bekanntmachung im Bundesanzeiger steht noch aus. Diese ist für einen verbindlichen Anwendungsbefehl ab dem 01.01.2026 jedoch nicht zwingend erforderlich. § 106 GWB verweist insoweit dynamisch auf die Regelungen der Richtlinie.

