Lade Daten...
14.09.2026

Wahlergebnis als Weckruf: Freie Berufe fordern klare Antworten

Weniger Bürokratie, mehr Entlastung und verlässliche Rahmenbedingungen

Das Ergebnis der Landtagswahl vom 6. September 2026 hat gezeigt, wie groß die Unzufriedenheit in der Bevölkerung ist. Für uns als Landesverband der Freien Berufe ist dies ein Weckruf: Die neue Landesregierung muss jetzt konkrete Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Mitglieder liefern.

Viele Menschen erwarten eine spürbare Korrektur politischen Handelns. Dieses Votum darf weder relativiert noch parteitaktisch verwaltet werden. Es verpflichtet die politisch Handelnden, die Ursachen für Vertrauensverlust, wirtschaftliche Verunsicherung und wachsende gesellschaftliche Polarisierung ernsthaft aufzuarbeiten.

© Bildnachweis: Canva/ MarreKrisu



„Die Landtagswahl muss Anlass sein, politische Prioritäten neu zu ordnen. Wer Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und berufliches Engagement fordert, muss hierfür belastbare Rahmenbedingungen schaffen. Sachsen-Anhalt darf jetzt nicht im politischen Stillstand versinken. Unsere Mitglieder – von der medizinischen Versorgung über die Rechts- und Steuerberatung bis hin zu Architektur und Ingenieurwesen – tragen täglich die Verantwortung für das Gemeinwohl und die Infrastruktur in diesem Land. Wir brauchen eine handlungsfähige Politik“, erklärt Torsten Hallmann, Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe Sachsen-Anhalt.

Die zukünftige Landespolitik muss ihren Fokus endlich wieder konsequent auf die Interessen der Selbstständigen und Freiberufler richten. Wir fordern eine spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben, um die wirtschaftliche Existenz unserer Praxen und Büros langfristig zu sichern. Die Landesregierung muss im Bundesrat und gegenüber dem Bund die Interessen aller Selbstständigen und damit auch freiberuflich Tätigen entschieden vertreten.

Es darf jetzt keine Zeit mit parteitaktischen Spielchen oder ideologischen Grabenkämpfen verloren gehen. Was Sachsen-Anhalt jetzt braucht, ist eine Zusammenarbeit auf Basis von politischer Vernunft und verlässlichen Rahmenbedingungen. Investitionen in die Zukunft unseres Landes werden nur dann getätigt, wenn Vertrauen in die Stabilität des Standorts und den Rechtsstaat herrscht.

„Wir erwarten von allen gewählten Abgeordneten des neuen Landtags, dass sie das Wohl Sachsen-Anhalts über parteipolitische Interessen stellen“, so Hallmann.

Der Landesverband der Freien Berufe steht als konstruktiver, aber kritischer Partner für den Dialog bereit. Wir werden die kommenden Verhandlungen und die Arbeit einer neuen Landesregierung sehr genau daran messen, ob sie die notwendige Stabilität und wirtschaftliche Entlastung schafft oder das Land weiter polarisiert.

Hintergrund
Der Landesverband der Freien Berufe Sachsen-Anhalt (LFB) vertritt die gemeinsamen Interessen der Freien Berufe im Land. Zu seinen Mitgliedern zählen unter anderem die Heilberufe, die rechts- und steuerberatenden Berufe sowie die verkammerten Ingenieur- und Architektenberufe.

Die Freien Berufe leisten einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung Sachsen-Anhalts. Als Dachverband bündelt der LFB die Interessen seiner über 22.000 Mitglieder und verleiht ihnen in der landespolitischen Debatte eine starke gemeinsame Stimme. Über den LFB werden auch die Interessen der Ingenieurinnen und Ingenieure gleichermaßen wirkungsvoll gegenüber Politik und Öffentlichkeit vertreten.


Weitere Informationen