Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling (BIM) - Grundlagen
Netzwerk: BIM Cluster Sachsen-Anhalt
Stufenplan zur Einführung von BIM

Building Information Modeling (BIM) - Grundlagen


Building Information Modeling (BIM) ist keine neue Software, sondern eine Methode zur Optimierung der Prozesse Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software. Sie bietet Möglichkeiten, mit denen sich Arbeitsabläufe in der Entwurfs-und Umsetzungsphase effizienter gestalten lassen.

Erst virtuell, dann real bauen!

Durch die vorangestellte Erarbeitung dreidimensionale Modelle, die mit einer allumfassenden Datenbank verknüpft sind, wird Bauen und das Arbeiten aller am Bau Beteiligten präziser und transparenter. Digitale Technologien können so zu Kostenwahrheit, Kostentransparenz, Effizienz und Termintreue entscheidend beitragen. Die bessere Verfügbarkeit von Daten für alle am Bauprojekt Beteiligten sorgt zusätzlich für Transparenz und Vernetzung. Zeitpläne, Kosten und Risiken können einfacher, früher und präziser ermittelt und lückenlos kontrolliert werden. Diese Methode der durchgängigen Digitalisierung, das heißt alle planungs- und realisierungsrelevanten Bauwerksinformationen als virtuelles Bauwerksmodell abzubilden, ermöglicht allen am Bau Beteiligten auf diese synchronisierte Datenbasis zuzugreifen.

Effektivität durch vernetzen und austauschen!

BIM hat den großen Vorteil, dass alle Bauteile mit ihren Eigenschaften, alle Prozesse und sogar Kalkulationen und Zeitpläne miteinander verknüpft sind. Jede Änderung der Eingabe wird automatisch im Bauprozess berücksichtigt und jedem Beteiligten informativ zur Verfügung gestellt. Mit dieser Methode lassen sich Ausführungsvarianten durchspielen und Prognosen beispielsweise für Energieversorgung und Rückbau errechnen.

Mit BIM sind Planungsphasen länger und durchdachter, größere Planänderungen während des Bauablaufs dann nicht mehr möglich. Vor allem Großbauprojekte profitieren vom Nutzen dieser „Erst planen, dann bauen - Methode”, weil auftretende Probleme früh genug erkannt und behoben werden können. Damit werden finanzielle und terminliche Nachteile vermieden.

Um BIM in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 15.12.2015 einen Stufenplan für die Einführung von BIM vorgelegt. Er gilt in erster Linie für den Infrastrukturbau und den infrastrukturbezogenen Hochbau, kann aber auch in anderen Bereichen als Modell genutzt werden.