NEWS

06.02.2019
Vertragsverletzungsverfahren Vergaberecht
05.02.2019
Win-Win-Effekte für Unternehmen durch Energieeffizienznetzwerke
30.01.2019
Neuerscheinung in der AHO-Schriftenreihe
30.01.2019
Ingenieure und Architekten sind keine Rechtsanwälte, oder doch?
23.01.2019
VBI fordert Beibehaltung des gültigen AGB-Rechts
23.01.2019
BIM-Leitfaden für den Mittelstand
21.01.2019
Nachweise von VOC Emissionen - Übergangsfrist verlängert
16.01.2019
Referenzrahmen verbessert Vergleichbarkeit von Bauingenieurstudiengängen
15.01.2019
Die Bundesingenieurkammer unterstützt das Modell der Anforderungsdokumente
10.01.2019
Auslobung BDB-Studentenförderpreis 2019
09.01.2019
Auflistung von Teilleistungen
08.01.2019
Umfrage zur wirtschaftlichen Lage der Ingenieure und Architekten
13.12.2018
IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2019
07.12.2018
Bundesumweltministerin Schulze ehrt zehn Kommunen für ihr Engagement im Klimaschutz
05.12.2018
DIN 276 veröffentlicht
30.11.2018
Startschuss für Umsetzung der #Fachkräftestrategie gefallen
26.11.2018
Neue Förderrichtlinie „Digital Innovation“
16.11.2018
Neuerscheinung in der AHO-Schriftenreihe
11.10.2018
HOAI vor dem Europäischen Gerichtshof. Wie weiter?
10.10.2018
Interessante und ingenieurspezifische Newsletter abonnieren!
27.09.2018
Beratungshilfeprogramm für Unternehmen
14.09.2018
Erlass STLB-Bau
13.09.2018
Vorwurfs der HOAI-Unterschreitung
10.09.2018
Abmahnpraxis
20.08.2018
Business-Partner-Reise der IMG nach China 2018
15.08.2018
Energieatlas Sachsen-Anhalt mit neuen Angeboten
09.08.2018
Honorarerhöhung wegen gestiegener Baupreise?
03.08.2018
Auf IT gebaut - Bauberufe mit Zukunft
02.08.2018
e-Vergabe bei öffentlichen Aufträgen nach EU-Vergaberecht
16.07.2018
Delegationsreise für Start-up-Unternehmen nach China

12.03.2018

Neue Gewerbeabfallverordnung in Sachsen-Anhalt

Neue bürokratische Herausforderung für rund 18.000 Gewerbebetriebe allein in Sachsen-Anhalt

Mit der neuen Gewerbeabfallverordnung stehen für Unternehmen einige Änderungen an. Die Novelle der Verordnung erhöht die Anforderungen und zielt auf ein umfangreiches Umdenken und Handeln der Abfallerzeuger sowie der Abfallentsorger hin. Im August 2017 trat die bundesweit gültige Gewerbeabfallverordnung in Kraft. Ziel ist es, gewerbliche Siedlungsabfälle aus Betrieben sowie Bau- und Abbruchabfälle in stärkerem Maße zu verwerten und Restabfallmengen zu reduzieren. Erstmals zum 31.03.2018 müssen, bis auf wenige Ausnahmen, alle Gewerbeunternehmen einen Nachweis darüber führen, wie Sie ihre, in der Verordnung nach Sorten eingestuften Abfälle, getrennt erfassen, und einer Wiederverwertung zuführen. 90% Getrennthaltungsquote zur Wiederverwertung - das ist der Anspruch des Gesetzgebers.

Sind diese Quoten mit eigenen Mitteln nicht zu erreichen, sind die Abfälle, ebenfalls dokumentiert, zugelassenen Vorbehandlungsanlagen zuzuführen. Nur in Fällen jährlicher Kleinstmengen, oder der nachgewiesenen technischen oder wirtschaftlichen Unzumutbarkeit entfällt die Pflicht zur Getrennthaltung der benannten Abfallfraktionen.

Dieser Idee im Sinne einer nachhaltigen Umwelt kann eigentlich jeder folgen, doch die Umsetzung ist kompliziert und kostenintensiv. Für die Nachweisführung des ordnungsgemäßen Umgangs mit der Verordnung besteht eine umfangreiche Beweispflicht. So bestehen besondere Anforderungen an die Einrichtung und den Betrieb von Sammelplätzen und Behandlungsanlagen. Der Nachweis der Getrennthaltungsquote ist erstmalig zum 31.03.2018 für das Vorjahr zu erbringen und darf nur durch Umweltgutachter oder durch öffentlich bestellte Sachverständige erfolgen. Auch die Dokumentation der Sammlung und Entsorgung muss zur behördlichen Anerkennung nach besonderen Vorgaben erfolgen.

Da die Nichteinhaltung der Gewerbeabfallverordnung mit einer ganzen Reihe möglicher Strafen verbunden sein kann, empfehlen wir Ihnen, sich rechtzeitig bei Ihren Entsorgungsunternehmen, den zuständigen Kammern oder Umweltbehörden zu informieren.


Quelle: Dr. Kersten & Partner