KAMMER AKTUELL

08.07.2024
Ihr Engagement für den Schutz und Erhalt unserer Wälder
28.06.2024
Neues Verfahren für die Anerkennung als Prüfingenieur für Standsicherheit hat begonnen
25.06.2024
Kammertreue wird ausgezeichnet
24.06.2024
Im Zeichen der Ingenieurtradition
20.06.2024
Präqualifizierung - Ingenieurkammer und Auftragsberatungsstelle unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
19.06.2024
Erfolgreicher Abschluss des Schülerwettbewerbs „Junior.ING“ im Deutschen Technikmuseum Berlin
06.06.2024
Firmenkontaktmessen als Treffpunkt für Studierende und Praxis
08.05.2024
Wichtige Umfrage zur wirtschaftlichen Lage der Ingenieurbüros - Index 2023
07.05.2024
Planen wie die Ingenieure
02.05.2024
Ingenieurkammern fordern einheitliche gesetzliche Kammermitgliedschaft im Bauwesen
29.04.2024
Ingenieure und Architekten im Dialog
16.04.2024
Sachverständigenbestellung
25.03.2024
Beratungstag zum Sachverständigenwesen
21.03.2024
Für eine starke regionale Präsenz
20.03.2024
Antrittsbesuch beim VDI Magdeburger Bezirksverein
07.01.2024
Schülerwettbewerb Junior.ING 2023/24: Unterstützen Sie schon heute den Ingenieurnachwuchs von morgen!
05.01.2024
Änderungen beim Deutschen Ingenieurblatt ab 2024
18.12.2023
Mit einer starken Ingenieurkammer in das neue Jahr 2024
17.11.2023
Im Gespräch mit den Landkreisen Sachsen-Anhalts
09.11.2023
Gemeinsam für den Schutz und Erhalt regionaler Wälder
06.11.2023
Besuch der Rappbodetalsperre im Harz
17.10.2023
Schülerwettbewerb Junior.ING 2023/24: Kreative Ingenieurtalente gesucht
17.10.2023
Kostenfreies Webinar zum Thema "Das neue Gebäudeenergiegesetz"
22.09.2023
Sachverständigenbestellung
24.08.2023
Berufsbegleitender Lehrgang "Fachingenieur Energie" startet im Oktober
24.08.2023
Regionalgespräche 2023: Ingenieurkammer unterwegs
21.08.2023
Ingenieurforum Tragwerksplanung
02.08.2023
TRAIN.ING Sachsen-Anhalt
13.07.2023
Tag der Ingenieure Sachsen-Anhalt 2023
16.06.2023
Bundespreisverleihung Junior.ING 2022/23 in Berlin

28.04.2023

Auf Exkursion: Kammermitglieder und Studierende begutachten den aktuellen Baufortschritt des MHKW Magdeburg-Rothensee



© Alina Bülter
© Alina Bülter
Der Ausbau des Müllheizkraftwerks Magdeburg-Rothensee schreitet weiter voran. Davon verschafften sich am 18. April 2023 einige Mitglieder der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt sowie Studierende der Hochschule Magdeburg-Stendal selbst einen Überblick.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Geschäftsführer Dr. Ralf Borghardt und Fachprojektleiter Dipl.-Ing. (FH) Dirk Pfeiffer. In einem kurzen Vortrag informierten sie zunächst über den Aufbau der bestehenden Kraftwerkanlagen. Im Anschluss folgten einige Erläuterungen über den aktuellen Baufortschritt der neuen Anlage 3.
Die Erweiterung soll Mitte 2024 in Betrieb gehen. Dafür wurden bereits einige wichtige Meilensteine gesetzt, wie unter anderem der Einsatz der ersten Kesselstütze im Dezember 2022. Darüber hinaus wurde im April dieses Jahres das Herzstück der Anlage eingesetzt: Die neue 170 Tonnen schwere Turbine. Sie soll künftig Industriekunden mit Dampf versorgen, um vor allem fossile Rohstoffe wie Öl und Gas erheblich einzusparen.
Darüber hinaus eröffnet die Anlage 3 einen weiteren Vorteil: „Mit der integrierten Monoklärschlammverbrennung wird Klärschlamm umweltfreundlich behandelt. Aus der Asche des Klärschlamms lässt sich der lebensnotwendige Rohstoff Phosphor zurückgewinnen. Er dient in vielen Industriezweigen als Rohstoff und in der Landwirtschaft als Dünger. Natürliche Ressourcen werden geschont“, informiert Dr. Ralf Borghardt.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es für die Teilnehmenden dann auf die Baustelle. Insgesamt umfasst der neue Block 3 zwei Anlagenbereiche, eine thermische Rostfeuerungsanlage für gewerbliche und industrielle Abfälle und eine Anlage zur Verwertung von kommunalen Klärschlämmen. Nach der Inbetriebnahme sollen damit in Magdeburg zusätzlich weitere 270.000 Tonnen Gewerbeabfall sowie 55.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr thermisch behandelt werden. Mit der Erweiterung des Heizkraftwerks, bestehend aus derzeit vier Verbrennungslinien und einer Kapazität von etwa 650.000 Tonnen, steigt die Gesamtkapazität damit auf mehr als 975.000 Tonnen pro Jahr. So können weitere zehntausende Haushalte und viele Unternehmen in Magdeburg mit Strom und Fernwärme versorgt werden.

In der thermischen Abfallbehandlungsanlage (Rostfeuerung) sollen künftig bis zu 44 Tonnen Abfall pro Stunde im 24-Stunden-Betrieb verwertet werden. Das hierfür vorgesehene Anlagenkonzept beinhaltet eine einlinige Rostfeuerung zur Dampferzeugung mit nachgeschalteter, mehrstufiger Rauchgasreinigung. Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage werden außerdem 35 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Sie möchten an einer unserer spannenden Seminare, Fachexkursionen oder Baustellenbesichtigungen teilnehmen? Dann informieren Sie sich auf der Website der Ingenieurakademie Sachsen-Anhalt (www.ingak-st.de).

Alina Bülter
Mit freundlicher Unterstützung des MHKW Magdeburg-Rothensee