KAMMER AKTUELL

19.10.2020
Qualität sichern! Mainzer Erklärung der Länderingenieurkammern
16.10.2020
12. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" 2020 in Wernigerode
12.10.2020
BIngK mit neuem Vorstand | Bökamp neuer Präsident
07.10.2020
Baustellenbesichtigung Hyparschale
11.09.2020
Stadiondach – durchDACHt konstruiert!
26.08.2020
Neues Gebäudeenergiegesetz tritt ab 01.11.2020 in Kraft
24.08.2020
Breite Basis für digitale Planungsmethode BIM
23.08.2020
Hyparschale Magdeburg - Kulturdenkmal der Landeshauptstadt
07.07.2020
Corona-Krise 2020 – Alle Informationen und Kontakte unter einem Menü-Punkt
30.06.2020
Merkblatt zur Mehrwertsteuersenkung/ Ingenieurakademie bietet Onlineseminar zum Thema
25.06.2020
Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt setzt sich im Landtag gegen die Einführung der Kleinen Bauvorlage in Sachsen-Anhalt ein
17.06.2020
Ingenieurkammer unterstützt Petition gegen die kleine Bauvorlageberechtigung!
15.06.2020
Kleine Bauvorlageberechtigung - Ingenieurkammer und Architektenkammer: "Die Verbraucher müssen geschützt werden"
19.05.2020
Diskussion um die „Kleine Bauvorlage“ geht in die nächste Runde
08.05.2020
Landespreisträger des Schülerwettbewerbs "Junior.Ing" stehen fest
29.04.2020
Bewerbungsschluss für Deutschlandstipendium verlängert
24.04.2020
Jahresumfrage zur wirtschaftlichen Lage der Ingenieur- und Architekturbüros - Index 2019
09.04.2020
Kooperation mit BIM-Software-Anbieter zahlt sich jetzt aus: Nutzungsvorteile und Webinare
20.02.2020
Werden Sie BIM-Experte!
17.02.2020
Fördern Sie den Ingenieurnachwuchs mit dem Deutschlandstipendium - wir unterstützen Sie dabei!
10.02.2020
Dual-Studenten besuchen Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt
29.01.2020
Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung der Digitalisierung in Ingenieurbüros von Kammermitgliedern
20.01.2020
VIDEO: Neujahrsgrüße des Präsidenten der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt Dipl.-Ing. Jörg Herrmann
13.01.2020
Unterstützen Sie den Ingenieurnachwuchs von morgen beim Wettbewerb "Junior.Ing"!
22.12.2019
Digitalisierung wird zunehmend Wirtschaftsmotor in der Region Harz
22.12.2019
Auf dem Weg für eine dienstleistungsorientierte und für jedermann zugängliche Verwaltung - Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren in Sachsen-Anhalt
05.12.2019
Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt auf der BIM World 2019
28.11.2019
Gemeinsam für den Ingenieurnachwuchs
23.11.2019
Kammermitglieder besuchen VW-Werk in Wolfsburg
19.11.2019
BauScan 2019

16.10.2020

12. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" 2020 in Wernigerode


Am 8. Oktober 2020 fand das 12. Landesnetzwerktreffen "Energie & Kommune" mit dem Thema "Aus drei wird eins - Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG)" in Wernigerode statt. Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, der Landesverwaltung, den kommunalen Unternehmen sowie aus Politik und Wissenschaft aus ganz Sachsen-Anhalt informierten sich zum aktuellen Stand der neuen gesetzlichen Regelungen. Darüber hinaus wurde das GEG auch aus dem Blickwinkel der kommunalen Unternehmen, des kommunalen Wohnungsbaus und der Fachingenieure beleuchtet.

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Rochel
Dipl.-Ing. (FH) Thomas Rochel


Teilnehmer*innen des 12. Landesnetzwerktreffens "Energie & Kommune"
Teilnehmer*innen des 12. Landesnetzwerktreffens "Energie & Kommune"
Am 1. November 2020 tritt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Dieses führt das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu einem Gesetz zusammen. In dem GEG werden die energetischen Anforderungen an Neubauten und an Bestandsgebäude sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung geregelt.

Doch welche relevanten Neuerungen bringt das Gesetz mit sich? Wie stark werden kommunale Bau- und Sanierungsprojekte beeinflusst? Und werden mit dem GEG die gesetzlichen Klimaziele erreicht? Diesen und weiteren Fragen widmete sich das 12. Landesnetzwerktreffen „Energie & Kommune“ der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) in der vergangenen Woche in Wernigerode.

Die mehr als 80 teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, der Landesverwaltung, den kommunalen Unternehmen sowie aus Politik und Wissenschaft zeigen, dass das Thema auf großes Interesse stößt. Umweltstaatssekretär Klaus Rehda, der die Veranstaltung gemeinsam mit Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert und Thomas Pietsch, Referent des Verbands Kommunaler Unternehmen Sachsen-Anhalt (VKU), eröffnete, lobte die Bemühungen, bestehende Gesetze zusammenzuführen und zu vereinfachen. Da er weiterhin Handlungsspielräume auf Landesebene sieht, bekräftigt er, dass das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt derzeit an den Umsetzungsempfehlungen arbeite und bestehende Richtlinien an die neuen Standards anpasse.

Mit dem Gebäudeenergiegesetz wurden die energetischen Anforderungen an die Sanierung von Bestandsbauten sowie an Neubauten zwar nicht weiter verschärft, dennoch bringt es einige Neuerungen mit sich. Diese führte Referentin Silvia Westermann von der ITG Energieinstitut GmbH aus. So beinhaltet das neue GEG unter anderem eine strengere Sorgfaltspflicht bei der Ausstellung von Energieausweisen, die Einführung eines Niedrigstenergiegebäudestandards, die Festlegung neuer Primärenergiefaktoren, die Einführung einer Innovationsklausel, um technologieoffene Ansätze bei der energetischen Sanierung zu ermöglichen, sowie ein Verbot von neuen reinen Ölheizungen ab 2026.

Im Anschluss an den Fachvortrag berichteten Thomas Rochel, von der Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt, und der VKU Sachsen-Anhalt aus Sicht eines Energiedienstleisters in Hinblick auf die GEG-Nachweisführung. Der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Haldensleben Dr. Naumann stellte neben seiner Sicht aus der Perspektive der Wohnungswirtschaft noch ein innovatives Modelprojekt vor, welches sich mit der warmmietenneutralen Sanierung befasst. Mit dem Sanierungskonzept „Energiesprong“ sollen dabei neben der Realisierung der energetischen Standards die Kosten und der Zeitaufwand für die energetische Sanierung reduziert werden. Dadurch sei eine sozialverträgliche Steigerung der Sanierungsquote möglich.

Ob mit dem Gebäudeenergiegesetz auch die gesetzten Klimaziele erreicht werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig bestimmbar. Klarheit wird die erste turnusmäßige Überprüfung der GEG-Umsetzung im Jahr 2023 bringen. Peter Steinfurth, Leiter des Fachbereichs Öffentlicher Sektor bei der LENA, betonte: „Das Klima verhandelt nicht mit uns. Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen jetzt unsere Möglichkeiten ausschöpfen, um den Klimawandel zu bremsen.“

Die Vorträge der Referentinnen und Referenten stehen für Sie auf der Website der LENA zum Download bereit:
https://lena.sachsen-anhalt.de